Bachelor Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WISO) an der WU-Wien: Aufbau und Studienzweige

Es ist das größte wirtschaftswissenschaftliche Bachelorstudium im deutschsprachigen Raum und für die meisten der Einstieg in die WU Wien: das Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, kurz WISO. Rund 2.700 Studienplätze vergibt die Wirtschaftsuniversität Wien hier jedes Jahr, und die Nachfrage übersteigt das Angebot regelmäßig deutlich. Dieser Beitrag erklärt neutral, wie das WISO-Studium aufgebaut ist, welche Wege es eröffnet und worauf man sich einstellen sollte.

Das Studium im Überblick

WISO ist ein deutschsprachiges Vollzeitstudium über sechs Semester an Europas größter Wirtschaftsuniversität, das mit dem Bachelor of Science abschließt. Der Clou des Programms ist seine Breite: Du beginnst mit einem gemeinsamen Fundament und legst dich erst im Studienverlauf fest. Den Auftakt macht die Studieneingangs- und Orientierungsphase, danach folgen die wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen von Betriebswirtschaft über Volkswirtschaft bis zu Recht, Mathematik, Statistik und einer Wirtschaftssprache, wählbar sind neben Englisch etwa auch Französisch, Spanisch, Italienisch oder Russisch. Freie Wahlfächer lassen sich sogar an anderen in- und ausländischen Universitäten absolvieren, was zusätzliche Spielräume für eigene Interessen schafft.

Vier Studienzweige, ein Abschluss

Im zweiten Jahr entscheidest du dich für einen von vier Studienzweigen: Betriebswirtschaft mit breiter Management-Ausbildung, Internationale Betriebswirtschaft mit verpflichtender Auslandsorientierung, Volkswirtschaft und Sozioökonomie für alle, die Wirtschaft im großen Zusammenhang denken wollen, oder Wirtschaftsinformatik an der Schnittstelle zur IT. Innerhalb des Zweigs wählst du zusätzlich Spezialisierungen und Komplementärfächer, viele davon auf Englisch, und schließt mit einer eigenständigen Bachelorarbeit ab. Der neue Studienplan verlangt zudem ein Global Mindset im Umfang von mindestens zehn ECTS, das sich auch über Auslandserfahrung erwerben lässt. Wichtig für die Planung: Mit der Wahl von Zweig und Spezialisierung stellst du bereits Weichen für den Zugang zu den Masterstudien der WU.

Studienalltag an der WU

Das WISO-Studium verbindet Großuniversität und Struktur: Vorlesungen für viele, aber spätestens nach dem ersten Jahr zunehmend Lehrveranstaltungen in kleineren, prüfungsimmanenten Gruppen. Der Rhythmus wird von mehreren Prüfungswochen pro Semester geprägt, in denen sich der Lernaufwand bündelt; dazwischen bleibt vielen Zeit für Nebenjobs oder Werkstudentenstellen. Gelernt und gelebt wird auf dem 2013 eröffneten Campus zwischen Prater und Messe Wien, mit dem Library & Learning Center von Zaha Hadid als architektonischem Wahrzeichen. Neben dem Studium sorgen Fachvereine, studentische Organisationen und Veranstaltungen bis hin zum traditionellen WU-Ball in der Wiener Hofburg für Anschluss; wer die Größe der Universität fürchtet, findet über Studienzweig, Spezialisierung und Vereine schnell sein eigenes Umfeld.

Karriereperspektiven

Der WISO-Bachelor ist in Österreich so etwas wie die Standardwährung für Wirtschaftskarrieren: Beratung, Wirtschaftsprüfung, Banken, Industrie, öffentlicher Sektor und Start-ups rekrutieren gezielt am Campus. Das Career Center der WU, Karrieremessen und ein Alumni-Netzwerk bis in die Führungsetagen des Landes erleichtern den Einstieg, und der Bachelor of Science qualifiziert zugleich für die Masterprogramme der WU und internationaler Hochschulen.

Kosten und Zulassung

Als öffentliche Universität verlangt die WU innerhalb der Regelstudienzeit plus Toleranzsemester von EU-Bürgern im Wesentlichen nur den Beitrag zur Österreichischen Hochschülerschaft. Genau diese Kombination aus Spitzenausbildung und öffentlichem Tarif macht die Plätze begehrt: Die Zulassung läuft über ein jährliches Aufnahmeverfahren mit Registrierung im Frühjahr, verpflichtendem Online-Self-Assessment und, bei mehr Bewerbungen als Plätzen, einem schriftlichen Aufnahmetest Ende Juni in Wien. In den vergangenen Jahren fand dieser Test durchgehend statt.

 

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